Migrationskämpfe
Zeichnungen in der Onlinemagazine movements Journal for Critical Migration and Border Regime Studies. Issue: Covid-19-Pandemie, das Scheitern und den Rassismus der EU Migrations- und Asylpolitiken.
„Petja Dimitrova untersucht und verbindet in ihren drei Zeichnungen aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse, soziale Kämpfe, emanzipatorische Praxen und utopische Lebensmodelle. Sie setzt das Medium als künstlerische, aktivistische und communitybezogene Arbeitspraxis ein. An der Schnittmenge von politischer Artikulation und Selbstausdruck verknüpft sie kritische Gesellschaftsdiskurse mit solidarischer ästhetischer Praxis. In den drei Motiven markiert sie unterschiedliche Mobilisierungsformen, -kräfte und Bewegungen gegen Formen der rassistischen Gewalt. Es handelt sich um Kollagen von medial bekannten Bildern/Ereignissen, die durch eine kritische Aufarbeitung neu konstruiert wurden, um die gesellschaftliche Ambivalenz der jeweiligen emanzipatorischen Bewegungen und die Widersprüchlichkeiten aufzuzeigen.
In der ersten Zeichnung vermittelt sie durch die Darstellung des Brandes in Moria die kontroversen politischen und gesellschaftlichen Positionierungen um das Recht auf Schutz, auf Leben sowie auf Gesundheitsversorgung für Menschen auf der Flucht an den Grenzen Europas. In der zweiten Zeichnung geht es um die Sichtbarkeit der Black Lives Matter-Bewegung als eine globale antirassistische Bewegung, die mit lokalen Kämpfen um Denkmal- und Gedächtnispolitiken im öffentlichen Raum in Verbindung gebracht wird. Im Zentrum der dritten Zeichnung steht die Bewegung um Aufklärung und Gedächtnispolitik zu den rassistischen NSU-Morden.“


